deutscher Ingenieur und Politiker (Nordrhein-Westfalen); Wirtschafts- und Verkehrsminister (2000-2002); SPD
* 5. Dezember 1948 Osnabrück
Herkunft
Ernst Schwanhold, ev., wurde am 5. Dez. 1948 in Osnabrück geboren.
Ausbildung
Er machte nach der Realschule eine Ausbildung als Laborant und studierte dann Verfahrenstechnik Chemie mit dem akademischen Abschluss als Diplomingenieur. Mitglied der SPD wurde er im Jahre 1972.
Wirken
Berufstätig war Sch. bis 1990 als Betriebsleiter und Prokurist einer mittelständischen Lackfabrik. Zu seinen Schwerpunkten zählten die Investitionsplanung und Betriebsleitung sowie der Verkauf.
Erfahrungen in der Politik sammelte Sch. zunächst als Vorsitzender der Jungsozialisten des Unterbezirks Osnabrück-Land (1974-1978) und 1982-1986 ebendort als stellv. Vorsitzender. 1986 übernahm er die Leitung des Unterbezirks Osnabrück-Stadt. Wiewohl er das "Schubladendenken" für überholt hält, gilt Sch. in seiner Partei als Vertreter des linken Flügels.
Bei der ersten gesamtdeutschen Bundestagswahl vom 2. Dez. 1990 errang Sch. zum ersten Mal über die niedersächsische SPD-Landesliste ein Mandat im Bonner Parlament. Er profilierte sich in den Bundestagsausschüssen für Wirtschaft, Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit sowie 1993 und 1994 als Vorsitzender der Enquete-Kommission "Schutz des Menschen und der Umwelt", die sich mit den Wechselbeziehungen zwischen Umweltbelastungen und Konsumverhalten befasste. Als die Chemieunfälle bei Hoechst im Jahre 1993 die ...